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KfW Zinsen

11 April
KfW Zinsen

KfW Zinsen steigen für Förderprogramme wieder an

Vor wenigen Wochen hat die KfW die Zinsen für mehrere Förderprogramme angehoben. Für viele Antragsteller kam das überraschend. Noch kurz zuvor hatte es in einzelnen Bereichen günstigere Konditionen gegeben. Nun wurden mehrere Programme wieder teurer. Das ist vor allem für alle relevant, die gerade eine Immobilie kaufen, bauen oder sanieren möchten. Gerade dann, wenn die KfW Förderung ein fester Teil der Immobilienfinanzierung sein soll, machen sich solche Änderungen schnell bemerkbar.

Die Entwicklung zeigt vor allem eines: Die KfW Zinsen bleiben in Bewegung. Wer Fördermittel einplant, kann sich derzeit nicht darauf verlassen, dass ein Zinssatz über längere Zeit stabil bleibt. Genau das macht die Lage für viele Käufer und Eigentümer schwieriger. Sie müssen genauer hinschauen, früher vergleichen und die Finanzierung enger mit der Bank abstimmen.

KfW Zinsen steigen

Bildquelle: Abby Rurenko auf Unsplash

Diese KfW Förderprogramme wurden im März teurer

Von der Zinserhöhung betroffen waren mehrere Programme aus dem Bereich Wohnen und Sanieren. Genannt werden das Wohneigentumsprogramm 124, die Förderung genossenschaftlichen Wohnens 134, Altersgerecht Umbauen 159, BEG Wohngebäude 261 sowie der BEG Einzelmaßnahmen Ergänzungskredit 358/359. Hinzu kamen auch Programme rund um den klimafreundlichen Neubau, darunter 296, 297 und 298. Damit zeigt sich recht deutlich, dass die KfW Zinsen nicht nur bei einem einzelnen Förderkredit gestiegen sind. Betroffen war ein breiterer Teil der KfW Förderung.

Für viele Kaufinteressierte ist vor allem das Wohneigentumsprogramm 124 wichtig. Dieses Programm wird häufig genutzt, wenn selbst genutztes Wohneigentum finanziert werden soll. Im März lag der Effektivzins hier bei rund 3,99 Prozent. Das ist deshalb ein wichtiger Punkt, weil dieser Wert teilweise sogar über dem allgemeinen Marktniveau lag. Wer Immobilien finanzieren möchte, rechnet bei einer Förderung oft mit einem spürbaren Vorteil. Genau dieser Vorteil fällt bei höheren KfW Zinsen aber kleiner aus.

Auch bei Programmen zur energetischen Sanierung wurde an der Zinsschraube gedreht. Das betrifft Eigentümer, die Modernisierungen planen und dafür Fördermittel einbinden möchten. Gerade in diesem Bereich spielen zinsgünstige Kredite oft eine wichtige Rolle. Umso relevanter ist es, wenn sich die Konditionen innerhalb kurzer Zeit wieder verändern.

Wichtig ist aber auch der Blick auf die Unterschiede. Nicht jede KfW Förderung wurde im März teurer. Familienförderprogramme blieben von dieser Entwicklung ausgenommen. Daran sieht man recht gut, dass die KfW ihre Konditionen derzeit nicht pauschal anpasst, sondern einzelne Programme unterschiedlich behandelt.

KfW Zinsen steigen an

Bildquelle: Uitbundig auf Unsplash

Was die höheren KfW Zinsen für Sie bedeuten

Für Ihre Immobilienfinanzierung heißt das vor allem: Sie sollten Fördermittel weiter mit einplanen, aber nicht zu früh mit festen Zinssätzen rechnen. Die KfW Zinsen orientieren sich am Markt und können sich kurzfristig ändern. Entscheidend ist am Ende nicht der Wert aus einer Übersicht oder einem älteren Bericht. Entscheidend ist die Kondition, die Ihre Hausbank für Ihren konkreten Fall am Tag der Zusage oder des Abrufs bekommt.

Gerade jetzt lohnt sich deshalb ein genauer Vergleich. Ein Förderkredit klingt zunächst oft nach einer klaren Entlastung. In der Praxis kommt es aber nicht nur auf den Zinssatz an. Auch Laufzeit, Zinsbindung und die Einbindung in das gesamte Finanzierungskonzept spielen eine Rolle. Wenn ein Förderdarlehen teurer wird, kann der Abstand zum klassischen Bankdarlehen kleiner werden. Dann sollte man genauer prüfen, wie stark die KfW Förderung im konkreten Fall wirklich noch hilft.

Hinzu kommt, dass sich die Lage schon kurz danach wieder verändert hat. Anfang April wurden bei einzelnen Programmen erneut Anpassungen gemeldet, teils auch in Form von Senkungen. Das zeigt, wie beweglich die KfW Zinsen derzeit sind. Für Sie bedeutet das vor allem, dass Sie aktuelle Konditionen immer direkt prüfen sollten. Wer mit älteren Werten rechnet, kalkuliert am Markt vorbei.

Unterm Strich bleibt die KfW Förderung weiterhin interessant. Für viele Käufer, Bauherren und Eigentümer ist sie nach wie vor ein sinnvoller Baustein. Trotzdem hat der März sehr klar gezeigt, dass Förderzinsen aktuell keine feste Größe sind. Wenn Sie Immobilien finanzieren möchten, sollten Sie die Entwicklung deshalb aufmerksam verfolgen und Änderungen früh in Ihre Planung einarbeiten. Genau das kann am Ende darüber entscheiden, ob eine Finanzierung tragfähig bleibt oder unnötig teurer wird.

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