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Heizungsförderung

27 Februar
Heizungsförderung

Haus kaufen 2026: Heizungsförderung, GEG und echte Kosten

Beim Hauskauf wird die Heizung schnell zum Knackpunkt. Nicht, weil jede Anlage sofort ersetzt werden muss. Sondern weil Käufer heute sauber kalkulieren wollen. Laufende Kosten, Sanierungsbedarf und ein realistischer Zeitplan zählen. Genau hier hilft die Heizungsförderung, weil sie den Eigenanteil deutlich senken kann.

Für den Heizungstausch läuft die Förderung über die KfW (Zuschuss 458) weiter. Der Zuschuss beträgt bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Wichtig ist dabei die Kostenobergrenze. Beim Einfamilienhaus liegen die förderfähigen Ausgaben in der Regel bei bis zu 30.000 Euro. Aus Zuschuss und Boni ergibt sich ein möglicher Maximalzuschuss bis 23.500 Euro je Wohneinheit. Wer die Finanzierung strecken will, kann zusätzlich den Ergänzungskredit nutzen, der bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit ermöglicht.

Heizungsförderung

Bildquelle: Erik Mclean auf Unsplash

Wie hoch ist die Heizungsförderung 2026?

Wenn Sie ein Haus kaufen und die Heizung mittelfristig tauschen müssen, ist die Förderung ein zentraler Rechenposten. Die Förderung läuft über die KfW Heizungsförderung 458 und ist als Zuschuss aufgebaut. Laut KfW sind bis zu 70 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten möglich.

Für Ihre Kalkulation ist aber nicht nur der Prozentsatz wichtig, sondern die Obergrenze der Kosten. Bei einem Einfamilienhaus sind die förderfähigen Ausgaben in der Regel auf 30.000 Euro begrenzt. Daraus ergibt sich der häufig genannte Maximalbetrag von bis zu 23.500 Euro je Wohneinheit, wenn die maximalen Bonusanteile zusammenkommen.

Wer den Rest finanzieren möchte, kann zusätzlich einen Ergänzungskredit nutzen. Der ADAC nennt dafür bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit als Rahmen. Für Käufer ist das praktisch, weil Sie den Heizungstausch direkt in die Finanzierung integrieren können. So vermeiden Sie später teure Nachfinanzierungen zu schlechteren Konditionen.

Welche Heizung wird 2026 gefördert?

Für Hauskäufer zählt zuerst die Frage, welche Technik überhaupt als förderfähige Heizung gilt. Die KfW fördert im Programm 458 den Einbau einer klimafreundlichen Heizung in bestehenden Wohngebäuden. In der Praxis bedeutet das, dass Sie beim Kauf vor allem auf Systeme schauen, die ohne fossile Hauptlast auskommen.

Typische förderfähige Lösungen sind Wärmepumpen, der Anschluss an ein Wärmenetz und je nach Fall weitere erneuerbare Optionen. Der ADAC benennt die Förderung ebenfalls als Zuschuss für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung. Wenn Sie bei der Besichtigung noch eine Gas- oder Ölheizung sehen, ist das nicht automatisch ein Ausschlusskriterium. Es bedeutet aber, dass ein späterer Austausch in Richtung erneuerbarer Wärme oft die realistische Linie ist.

Für Ihre Kaufentscheidung ist deshalb die Hausfrage entscheidend, nicht die Technikfrage. Passt das Gebäude zu einer Wärmepumpe, also Dämmstandard, Heizflächen und Platz. Gibt es eine seriöse Aussicht auf Wärmenetzanschluss, oder ist das eher vage. Wenn Sie diese Punkte früh prüfen, wird aus „Förderung Wärmepumpe 2026“ eine belastbare Zahl. Und aus „Heizungstausch Förderung“ wird ein konkreter Maßnahmenplan.

Heizungsförderung

Bildquelle: Immo Wegmann auf Unsplash

Wann muss ich beim Hauskauf die Heizung tauschen?

Diese Frage entscheidet selten ein Kalender, sondern drei Faktoren: Zustand, Rechtsrahmen und Wirtschaftlichkeit. Zuerst der Zustand: Wenn die Anlage bereits störanfällig ist, wird Zeit zum Risiko. Sobald Ersatzteile knapp werden, wird der Tausch oft zur Notmaßnahme. Das ist der teuerste Zeitpunkt, weil Sie dann kaum Angebote vergleichen.

Der Rechtsrahmen wird 2026 relevanter, weil die Pflichten stärker an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt sind. Für Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern wird der Einbau von Heizungen mit mindestens 65 % Erneuerbarer Energie nach dem 30. Juni 2026 verbindlich. Das heißt nicht, dass jede bestehende Heizung 2026 raus muss. Es heißt aber, dass beim fälligen Tausch die Optionen enger werden.

Die Wirtschaftlichkeit ist der dritte Faktor, und der ist für Käufer besonders wichtig. Wenn das Haus sehr hohe Verbräuche hat, zahlen Sie jeden Winter Lehrgeld. Dann kann ein früher Tausch trotz Aufwand sinnvoll sein, weil Betriebskosten sinken. Wenn das Gebäude solide ist und die Anlage stabil läuft, kann ein geplanter Tausch in Ruhe besser sein. Planbar heißt: Angebote, Förderung, Zeitfenster und Handwerker realistisch einpreisen.

Was bedeutet das GEG für Käufer?

Das GEG wirkt beim Hauskauf wie ein Rahmen, der bestimmt, welche Heizungsentscheidungen künftig noch sinnvoll sind. Der Kernpunkt ist die 65-Prozent-Vorgabe für neue Heizungen, die im Bestand zeitlich gestaffelt greift. Das Bundesministerium beschreibt, dass in Großstädten über 100.000 Einwohner die 65-Prozent-Anforderung nach dem 30. Juni 2026 verbindlich wird.

Für Käufer bedeutet das zwei praktische Dinge. Erstens: Wenn Sie ein Haus mit sehr alter Heizung kaufen, prüfen Sie das Timing. Wird der Tausch in den nächsten zwei Jahren wahrscheinlich, brauchen Sie Klarheit zur passenden Technik. Zweitens: Wärmeplanung wird relevanter, weil sie beeinflusst, ob Wärmenetz realistisch ist. In der Regel sind Kommunen zur Wärmeplanung verpflichtet, und die Fristen sind politisch gesetzt.

Wichtig ist der Übersetzungsschritt für Ihren Kauf. Aus „GEG 2026“ wird eine Frage nach Risiko und Budget. Wie hoch ist der Investitionsbedarf, und wann entsteht er. Wenn Sie diese Frage vor dem Notartermin beantworten, verhandeln Sie mit Fakten. Und Sie finanzieren die Immobilie so, dass Modernisierung nicht zur Belastung wird.

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