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KfW 40 Förderung

11 Februar
KfW 40 Förderung

KfW 40 Förderung einfach erklärt: Was Sie wirklich dämmen müssen

Wer sich aktuell mit dem Hausbau oder einer umfassenden Sanierung beschäftigt, stößt früher oder später auf die KfW 40 Förderung. Oft entstehen dabei sofort ein ungutes Gefühl und die Angst vor hohen Kosten, komplizierter Technik, strengen Vorgaben wächst. Doch genau hier lohnt sich ein genauer Blick. Denn KfW 40 ist in vielen Fällen deutlich realistischer, als es zunächst klingt. Dieser Artikel zeigt Ihnen, worauf es beim KfW-40-Standard wirklich ankommt und wo häufig mehr Angst als nötig besteht.

KfW 40 Förderung

Bildquelle: lecreusois auf Pixabay

Was bedeutet KfW 40 Förderung überhaupt?

Der KfW-40-Standard beschreibt die Energieeffizienz eines Gebäudes. Konkret heißt das, dass Ihr Haus nur 40 Prozent der Energie eines vergleichbaren Referenzgebäudes verbrauchen darf. Dieses Referenzgebäude orientiert sich an den energetischen Anforderungen eines Neubaus aus dem Jahr 2014.

Ein Gebäude mit KfW 40 ist rund 60 Prozent effizienter als ein klassischer Neubau nach damaligem Standard. Wichtig ist dabei ein Punkt, der oft missverstanden wird. Es geht nicht darum, jeden einzelnen Bauteilwert, um exakt 60 Prozent zu verbessern. Entscheidend ist das Gesamtergebnis des Gebäudes.

Die Gebäudehülle steht im Mittelpunkt

Wenn es um die KfW 40 Förderung geht, lohnt sich zuerst der Blick auf das, was oft unterschätzt wird: das Gebäude selbst. Bevor über Technik, Förderprogramme oder zusätzliche Anlagen gesprochen wird, steht immer die Frage im Raum, wie gut das Haus Wärme speichern kann. Denn jede Kilowattstunde, die gar nicht erst verloren geht, muss später auch nicht aufwendig erzeugt werden.

Die KfW bewertet daher nicht einzelne Maßnahmen isoliert, sondern betrachtet das Gebäude als Ganzes. Entscheidend ist, wie effizient die sogenannte Gebäudehülle arbeitet. Sie bildet die Grenze zwischen Innenraum und Außenklima und hat damit den größten Einfluss auf den Energiebedarf. Eine gut geplante Gebäudehülle sorgt für stabile Temperaturen, niedrigere Heizkosten und schafft die Grundlage dafür, dass der KfW-40-Standard überhaupt erreichbar wird.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Bauteile, über die in einem Haus die meiste Energie verloren gehen kann:

  • Dach oder oberste Geschossdecke
  • Außenwände
  • Fenster und Türen
  • Kellerdecke oder Bodenplatte
KfW 40

Bildquelle: stux auf Pixabay

Keine starren Vorgaben bei der Dämmung

Ein häufiger Irrtum ist, dass für KfW 40 überall extreme Dämmstärken vorgeschrieben seien.  Bei der Bewertung wird jedoch das gesamte Gebäude betrachtet. Für Sie bedeutet das, dass Sie flexibel planen können, solange das Gesamtergebnis stimmt.

In der Praxis haben sich folgende Werte etabliert:

  • Außenwände: häufig 20 bis 22 Zentimeter Dämmung
  • Dächer: ebenfalls deutlich stärker gedämmt als früher üblich
  • Fenster: moderne Dreifachverglasung ist heute Standard

Diese Werte liegen ohnehin im Bereich dessen, was viele Neubauten bereits umsetzen. Für KfW 40 sind sie oft ausreichend, ohne exotische Sonderlösungen.

Technik ist wichtig – aber kein Selbstzweck

Natürlich spielt die Haustechnik eine weitere wichtige Rolle. Jedoch ersetzt sie keine saubere Planung, wenn es um KfW 40 geht. Ein schlecht gedämmtes Gebäude lässt sich auch mit teurer Technik nur schwer kompensieren.

Der umgekehrte Weg ist oft sinnvoller. Optimieren Sie zuerst die Gebäudehülle und dann die Technik. Photovoltaik, Batteriespeicher oder Lüftungssysteme können die Effizienz weiter verbessern. Ob sie wirtschaftlich sinnvoll sind, hängt jedoch vom Gesamtkonzept ab, nicht von pauschalen Vorgaben.

Viele Baustandards haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Dämmstärken, Fensterqualität und Luftdichtheit sind heute deutlich besser als noch vor zehn Jahren. Das führt dazu, dass der Schritt zur KfW 40 Förderung oft kleiner ist als erwartet. In vielen Fällen liegt ein moderner Neubau bereits nah am Ziel, mit überschaubarem Mehraufwand.

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