KfW-Kredite bei Baufinanzierungen werden wieder häufiger eingesetzt als noch vor einem Jahr. Zwischen Mai und August 2026 entfielen 8,88 Prozent des ausgewerteten Finanzierungsvolumens auf Kredite der staatlichen Förderbank. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 ist das ein Plus von 1,46 Prozentpunkten. Das geht aus einer aktuellen Auswertung zum Baufinanzierungsmarkt hervor.
Ganz neu ist das höhere Niveau allerdings nicht. Bereits von Januar bis April 2026 lag der KfW-Anteil bei 8,84 Prozent. Seit Jahresbeginn hat sich also kaum etwas verändert. Deutlich wird der Unterschied erst im Vergleich zum Vorjahr.
Wenn Sie derzeit ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchten, kann sich ein Blick auf die Fördermöglichkeiten lohnen. Welche Programme infrage kommen, hängt von der Immobilie, der geplanten Nutzung und einer möglichen Sanierung ab.

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Grundlage der Auswertung sind tatsächlich abgeschlossene Baufinanzierungen. Zwischen Mai und August lag die durchschnittliche Darlehenssumme bei 276.635 Euro. Gleichzeitig sank der anfängliche Tilgungssatz auf 1,91 Prozent. Im August waren es nur noch 1,84 Prozent. Die monatliche Rate lag in diesem Zeitraum durchschnittlich bei 1.087 Euro.
Bei Darlehenssummen in dieser Größenordnung und einer niedrigen Tilgung bleibt die monatliche Belastung für viele Käufer hoch. Ein KfW-Darlehen kann hier einen Teil der Finanzierung abdecken und den klassischen Bankkredit ergänzen. Ob sich das für Sie rechnet, hängt von den Konditionen des Förderprogramms und Ihrer gesamten Finanzierung ab. Entscheidend sind nicht nur Zinssatz und Kredithöhe, sondern auch Eigenkapital, Tilgung und Zinsbindung.
Beim Kauf einer Bestandsimmobilie kommen unterschiedliche KfW-Programme infrage. Das KfW-Wohneigentumsprogramm 124 richtet sich an Käufer, die selbst in der Immobilie wohnen möchten. Gefördert werden bis zu 100.000 Euro. Neben dem Kaufpreis können unter anderem Kosten für Instandsetzung, Umbau und Modernisierung sowie bestimmte Kaufnebenkosten berücksichtigt werden.
Für Familien mit Kindern kann zusätzlich „Jung kauft Alt“ interessant sein. Das Programm wurde zum 3. August 2026 erweitert. Je nach Kinderzahl sind inzwischen Förderkredite zwischen 140.000 und 180.000 Euro möglich. Gefördert wird der Kauf einer selbst genutzten Bestandsimmobilie mit schlechtem Energiestandard, die anschließend saniert wird. Dafür bleiben nach der Förderzusage 54 Monate Zeit.
Die verbesserten Konditionen von „Jung kauft Alt“ können den höheren Anteil von KfW-Krediten bei Baufinanzierungen allerdings nicht allein erklären. Die Änderung trat erst im August in Kraft, während die aktuelle Auswertung bereits im Mai beginnt.
Wenn Sie KfW-Mittel für Ihren Immobilienkauf nutzen möchten, sollten Sie sich damit vor dem Kaufvertrag beschäftigen. Beim Wohneigentumsprogramm 124 muss der Antrag grundsätzlich gestellt werden, bevor Sie unterschreiben.
Auch bei „Jung kauft Alt“ muss die Förderung vor dem Kauf beantragt werden. Ein früher abgeschlossener Kaufvertrag ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, etwa mit einer entsprechenden aufschiebenden Bedingung. Warten Sie deshalb mit der Prüfung möglicher Förderprogramme nicht bis zum Notartermin. Wenn ein KfW-Kredit für Ihre Immobilie infrage kommt, sollte er von Anfang an in die Finanzierung einbezogen werden.
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