Der KfW-Sanierungsbonus wird auf weitere Effizienzhaus-Stufen ausgeweitet. Eigentümer älterer Wohnhäuser können bei einer seriellen Sanierung künftig auch dann einen zusätzlichen Tilgungszuschuss erhalten, wenn sie den Effizienzhausstandard 70 erreichen. Die KfW führt inzwischen sowohl Effizienzhaus 70 EE als auch Effizienzhaus 70 NH auf. Für beide Varianten sind fünf zusätzliche Prozentpunkte vorgesehen.
Angekündigt wurde die Änderung bereits im Juli 2026. Mit dem neuen KfW-Merkblatt vom September liegen nun konkrete Förderbedingungen vor. Ein gesondert bestätigter Antragsstart für die Erweiterung fehlt allerdings noch. Die allgemeine Änderungsübersicht spricht weiterhin von einer voraussichtlichen Beantragung ab Ende September.

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Beim KfW-Kredit 261 können für eine umfassende energetische Sanierung bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit finanziert werden. Wird durch serielles Sanieren der Standard Effizienzhaus 70 EE oder 70 NH erreicht, erhöht sich der Tilgungszuschuss um fünf Prozentpunkte.
Bei einem vollständig ausgeschöpften Kreditbetrag von 150.000 Euro entspricht der zusätzliche KfW-Sanierungsbonus bis zu 7.500 Euro. Der Betrag wird nicht ausgezahlt, sondern nach Abschluss und erfolgreichem Nachweis der Sanierung auf die verbleibende Kreditschuld angerechnet. Zwischen EH 70 EE und EH 70 NH gibt es einen Unterschied. Für Effizienzhaus 70 EE beträgt der reguläre Tilgungszuschuss derzeit null Prozent. Durch den Bonus für serielles Sanieren kommen fünf Prozent hinzu. Bei Effizienzhaus 70 NH sind regulär fünf Prozent vorgesehen, sodass zusammen mit dem neuen Bonus zehn Prozent möglich sind.
Nicht jede Fassadendämmung reicht für den Zuschuss aus. Beim seriellen Verfahren werden Fassaden- oder Dachelemente im Werk vorgefertigt und anschließend am Gebäude montiert. Grundlage ist ein digitales 3-D-Aufmaß, damit die Elemente zum vorhandenen Gebäude passen.
Die KfW verlangt unter anderem, dass mindestens 80 Prozent der maßgeblichen Fassadenflächen mit vorgefertigten Elementen saniert werden. Sind darin Fenster vorgesehen, müssen diese beziehungsweise ihre Rahmen bereits im Werk integriert sein. Ob sich das bei Ihrem Haus umsetzen lässt, hängt stark von der vorhandenen Bausubstanz ab. Anbauten, Vorsprünge oder besondere Fassadenformen können die Planung aufwendiger machen.
Bisher war der KfW-Sanierungsbonus für serielles Sanieren auf die Effizienzhausstandards 40 und 55 beschränkt. Durch die Erweiterung kommen nun auch Gebäude infrage, bei denen nach der Sanierung Effizienzhaus 70 erreicht wird.
Gerade bei älteren Bestandsgebäuden kann EH 70 die realistischere Variante sein, wenn Effizienzhaus 55 nur mit sehr umfangreichen Eingriffen erreichbar wäre. Erfüllt das Gebäude zusätzlich die Voraussetzungen für den sogenannten Worst-Performing-Building-Bonus, können nochmals zehn Prozentpunkte hinzukommen. Dieser Bonus richtet sich an Gebäude mit besonders schlechtem energetischem Ausgangszustand.
Besitzen Sie ein älteres Haus oder möchten Sie eine sanierungsbedürftige Immobilie kaufen, sollten die möglichen Fördermittel von Anfang an mit in die Kostenrechnung einfließen. Für KfW 261 benötigen Sie einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten. Er prüft den energetischen Zustand des Gebäudes, plant die erforderlichen Maßnahmen und erstellt die Bestätigung zum Antrag. Der Förderkredit selbst wird anschließend über einen Finanzierungspartner beantragt.
Noch bevor Sie Aufträge vergeben, sollte geklärt sein, welcher Effizienzhausstandard bei Ihrem Gebäude tatsächlich erreichbar ist. Davon hängt ab, welche Förderung Sie nutzen können und wie hoch der Tilgungszuschuss am Ende ausfällt.
Mit Effizienzhaus 70 öffnet sich der KfW-Sanierungsbonus nun auch für Gebäude, bei denen eine tiefere Sanierung auf Effizienzhaus 55 nicht sinnvoll oder nur mit sehr hohem Aufwand machbar wäre.
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