Die Diskussion um die Streichung der EEG-Einspeisevergütung sorgt derzeit für viel Unsicherheit. Viele Eigentümer fragen sich, ob die Vergütung für eingespeisten Solarstrom bald wegfallen könnte. Wichtig ist deshalb zuerst ein klarer Punkt. Stand April 2026 ist die EEG-Einspeisevergütung nicht abgeschafft. Sie gilt weiter.
Gleichzeitig gibt es Reformpläne aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Diese zielen darauf ab, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen abzuschaffen. In einem Arbeitsentwurf ist von kleinen Solaranlagen bis 25 Kilowatt die Rede. Noch ist das keine beschlossene Änderung. Es ist aber ein sehr konkreter politischer Vorstoß, den Eigentümer im Blick behalten sollten.

Bildquelle: Joshua Bowers auf Unsplash
Für private Eigentümer wäre eine solche Änderung deutlich spürbar. Bisher ist die EEG-Einspeisevergütung eine feste Einnahmequelle für den Strom, der nicht selbst verbraucht wird. Genau das macht viele Anlagen wirtschaftlich besser planbar.
Würde diese Vergütung wegfallen, wäre die Rechnung deutlich schwieriger. Dann würde es stärker darauf ankommen, wie viel Strom im eigenen Haushalt genutzt werden kann. Auch ein Batteriespeicher würde dann noch wichtiger werden. Gleichzeitig würden die allgemeinen Strompreise eine größere Rolle spielen.
Das bedeutet nicht automatisch, dass sich eine Photovoltaikanlage nicht mehr lohnt. Es kann aber dazu führen, dass sie sich langsamer rechnet. Vor allem Haushalte mit geringem Eigenverbrauch wären davon betroffen. Die Photovoltaik Einspeisevergütung ist für viele deshalb noch immer ein wichtiger Teil der Kalkulation.
Besonders kritisch wäre die Streichung der EEG-Einspeisevergütung bei Mieterstromprojekten und in Mehrfamilienhäusern. Gerade dort ist die Wirtschaftlichkeit oft schon heute knapp kalkuliert.
Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass kleine und mittlere Mieterstromprojekte ohne Einnahmen aus der Einspeisevergütung häufig nicht mehr wirtschaftlich wären. Schon jetzt liegen viele Projekte nur knapp in einem Bereich, der sich überhaupt lohnt. Fällt die Vergütung weg, geraten vor allem kleinere Vorhaben schnell ins Minus.
Das ist ein wichtiger Punkt. Denn die Energiewende findet nicht nur bei Einfamilienhäusern statt. Auch Mehrfamilienhäuser und Mieterstrommodelle spielen eine große Rolle. Wenn sich solche Projekte schlechter rechnen, bremst das den Ausbau der Photovoltaik genau dort, wo viele Menschen wohnen.

Bildquelle: Watt A Lot auf Unsplash
Für Eigentümer und Vermieter zeigt sich daran, dass die PV Einspeisevergütung nicht mehr nur ein Rechenthema ist. Sie wird zunehmend auch zu einem politischen Risiko. Wer 2026 eine neue Anlage plant, sollte deshalb genauer hinschauen.
Wichtige Fragen sind zum Beispiel: Wie hoch ist der Eigenverbrauch? Lohnt sich ein Speicher? Und wie stark hängt die Wirtschaftlichkeit von einer festen Vergütung ab? Je mehr Solarstrom direkt im Gebäude genutzt werden kann, desto robuster ist das Modell meist auch ohne staatliche Förderung.
Gerade deshalb gewinnen Speicherlösungen und eine intelligente Steuerung weiter an Bedeutung. Sie helfen dabei, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch tatsächlich vor Ort zu nutzen.
Die Diskussion um die Streichung der EEG-Einspeisevergütung zeigt vor allem eines. Der Markt verändert sich. Die Förderung ist zwar noch da, sie steht politisch aber deutlich stärker unter Druck als noch vor einigen Jahren.
Für Eigentümer, Vermieter und Projektentwickler lohnt es sich deshalb, die weitere Entwicklung genau zu verfolgen. Denn die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt künftig wohl noch stärker davon ab, wie gut der Strom direkt genutzt, gespeichert und im Gebäude verteilt werden kann.
Weitere aktuelle Beiträge
EEG-Einspeisevergütung 2026 – das müssen Eigentümer jetzt wissen Die EEG-Einspeisevergütung ist für viele Eigentümer noch immer ein wichtiger Teil der Kalkulation. Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat und nicht den gesamten Strom selbst verbraucht, kann den Überschuss ins öffentliche Netz einspeisen. Dafür gibt es nach wie vor eine gesetzlich geregelte Vergütung. Stand April 2026 […]
Preise für Bestandsimmobilien: Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Ihr Haus zu verkaufen? Viele Eigentümer fragen sich derzeit, ob 2026 ein guter Zeitpunkt für den Hausverkauf ist. Die aktuellen Marktentwicklungen werden dafür freudige Nachrichten führen. Denn die Preise für Bestandsimmobilien ziehen wieder leicht an, gleichzeitig bleibt der Neubau unter Druck. Die Preise für Bestandsimmobilien ziehen 2026 […]